21.12.11

Wildtierfütterung am Spitzing

Hirsche, Hirschkühe und Hirschkälber können ab 22. Dezember wieder hautnah beim Füttern erlebt werden. In so genannten Wintergattern wird Rotwild den Winter über artgerecht mit Futter versorgt, um Wildschäden im Wald zu vermeiden. Auf der beliebten Aussichtsplattform in der Valepp können Interessierte, diese ansonsten scheuen Wildtiere beim Füttern von einer schönen Warte aus beobachten.Forstbetriebsleiter Stefan Pratsch: „Damit können Erholungssuchende und vor allem Kinder wieder Bayerns größte Wildtierart hautnah erleben“. Der Standort in Spitzing eigne sich hervorragend für die Einrichtung: Rund 50 Stück Rotwild darunter einige ältere Hirsche
überwintern hier schon seit Jahren. Besonders die älteren Hirsche stellen ihre prachtvollen Geweihe bis in den Februar zur Schau.Rotwild wanderte früher im Winter in die Talniederungen, oft entlang der Flußauen bis weit ins Landesinnere hinein. Heutzutage haben Besiedelung und Verkehrswege diese Routen abgeschnürt, sodass diese große Tierart auch im Winter im Gebirge bleiben muss. Die Bayerischen Staatsforsten füttern das Rotwild um die Tiere möglichst wohlbehalten durch die kalte Jahreszeit zu bringen. Durch eine tierschutzgerechte Bejagung vor allem von August bis Dezember wird sichergestellt, dass die Population nicht ansteigt. Die Tiere sollen immer Wild bleiben, sodass nur Heu und etwas Saftfutter maßvoll gereicht werden. An den
Fütterungen verweilt das Wild gerne, da ihm hier keine Gefahr droht. Wenige Tage nach der Eröffnung des Gatters für die Besucher lässt sich das Wild beim Füttern ohne Scheu oder Angst beobachten. Durch die 27 Hektar große Fläche fühlt sich das Wild auch nicht eingesperrt. Das Areal ist groß genug, da das Wild sich im Winter kaum bewegen möchte, sofern es ungestört bleibt. „Das ist ohnehin das alles Entscheidende für die Wildtiere im Winter“, so der Betriebsleiter, „bleibt das Wild in der kalten Jahreszeit ungestört, kann es
seine Energiereserven sinnvoll nutzen und bis ins Frühjahr Diät halten. Im Winter schützt ein Zaun das Wild vor Störungen. Im Frühjahr dagegen hält er die Tiere ein paar Wochen vor einer zu frühen Rückkehr in die Berge zurück. So kann der Bergwald in sein saftig grünes Frühlingskleid schlüpfen und die frischen Baumtriebe werden nicht vom Wild verbissen.
www.baysf.de

Tipp: Unter der fachkundigen Anleitung eines Berufsjägers können Besucher nun künftig im Dezember bis März bei Führungen das ansonsten scheue Rotwild näher erleben, erforschen und kennen lernen. Die Schaufütterung wird in den Weihnachtsferien vom 22.12.2010 bis 09.01.2011, und in den Winterferien vom 07.03.2011 bis 11.03.2011 täglich jeweils um 15.00 Uhr zugänglich sein. In der Zeit vom 10.01.2011 bis 06.03.2011 ist der Besuch jeweils donnerstags bis Sonntag ab 15.00 Uhr möglich.

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